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"Die Aufgabe des Managements besteht darin, Menschen in die Lage zu versetzen, gemeinsam Leistungen zu erbringen" (Peter F. Drucker).
Was bei Peter F. Drucker gewohnt logisch und klar klingt, ist eine faszinierende und schwierige Aufgabe. Dass sich in den letzten Jahrzehnten der autoritäre und bei dem Militär angelehnte Führungsstil von Befehl und Kontrolle in das Ideal der kooperativen Führung gewandelt hat, ist noch lange keine Garant dafür, dass er erfolgreich von Führungskräften umgesetzt werden kann.
Dies hat folgende Gründe: Als Führungskraft befinden Sie sich in einer Sandwichposition, in der Sie die Ziele und Leistungsfähigkeit Ihrer Organisation genau im Blick haben müssen. Hinzu kommen Ihre Mitarbeiter, die auch eigene Ziele und Bedürfnisse haben und die unbewusste Bewältigungsstrategien gegenüber Autoritätspersonen in ihrer Kindheit entwickelt haben. Und natürlich haben auch Führungskräfte Ihre beruflichen und persönlichen Prioritäten und Wünsche. Wie entscheiden Sie sich in dieser Sandwichposition? Wenn es Ihnen nicht gelingt, dieses Spannungsfeld im Sinne vieler Winwin-Lösungen konstruktiv aufzulösen, wird ein dauerhafter wirtschaftlicher Erfolg nicht möglich sein.
Was ist mein besonderer Ansatz bei dem Thema Führung? Er basiert auf der Theorie, dass die Prägung eines Menschen im fünften Lebensjahr fast abgeschlossen ist. Später gibt es nur noch kleinere Verschiebungen. Eine weitere Theorie ist, dass unser Unbewusstes uns zu einem großen Anteil steuert und es ist ein großer Gewinn, sich die Zeit zur Reflexion unserer Wahrnehmungs-, Denk-, Verhaltens- und Rollenmuster zu nehmen.
Wie sind diese entstanden? Die Prägung Ihrer Persönlichkeit ist primär von den Erfahrungen in Ihrer Herkunftsfamilie abhängig: Als Baby oder Kleinkind haben Sie das Meiste über sich durch die Beobachtung und die Nachahmung ihrer Eltern gelernt. Wie haben Ihre Eltern mit Ihnen gesprochen, wie wurde in ihrer Familie mit Konflikten umgegangen, welche Rollen gab es in ihrer Familie, wie wurden Emotionen wahrgenommen und über sie gesprochen und wie schafften es die Einzelnen, dass ihre Wünsche und Bedürfnisse erfüllt wurden?
In diesen ersten Lebensmonaten und Jahren entwickelt jeder Mensch seine Werte und Normen, sein emotionales Erleben wird geprägt und er entwickelt eine Vielzahl von Rollen- und Verhaltensmustern. Diese Muster setzt er später ein, um seine beruflichen und persönlichen Aufgaben erfolgreich bewältigen zu können. Dies wird in den meisten Fällen auch bei Ihren Führungsaufgaben gelingen. Allerdings gibt es Situationen, in denen Sie an Ihre Grenzen stoßen und es ist ein großer Gewinn, die Hintergründe dafür zu reflektieren. Wenn Sie z.B. das Muster erkennen, dass Sie bei persönlichen Angriffen entweder wie ihr Vater mit einem aggressiven Angriff (Ankläger) oder wie ihre Mutter mit einem Ausweichen (Beschwichtiger) reagieren, können Sie in Zukunft ein angemesseneres Verhaltensmuster trainieren und aneignen.
In jedem Fall werden Sie bei der Reflexion Ihrer Führungsmuster die Hintergründe, die Dynamik und Ihre Ressourcen besser kennen lernen. Der bewusste Umgang mit sich und die Erweiterung Ihres Rollen- und Verhaltensspektrums wird Sie eindeutiger und klarer bei der Umsetzung Ihrer Strategien machen und der Wirkungsgrad bei ihren Mitarbeitern und in Ihrer Organisation wird sich erhöhen.
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